Software für Containerbeladung kann Kartons räumlich anordnen und einen Ladeplan erzeugen. Für eine robotische Ausführung kommt eine weitere Frage hinzu: Kann jeder Karton in der vorgesehenen Reihenfolge tatsächlich gegriffen und abgelegt werden?
Dieser Ratgeber beschreibt Anforderungen an Planung und Ausführung. Er ist kein kostenloser Stauplanrechner und erzeugt keinen transportfertig geprüften Ladeplan.
Mit belastbaren Karton- und Containerdaten beginnen
Erfassen Sie nutzbare Innenmaße und Öffnungen des konkreten Containers. Für Kartons benötigen Sie reale Außenmaße, Gewicht, erlaubte Orientierung und Informationen zur Verpackungsbelastbarkeit. Durchschnittsabmessungen sind ungeeignet, wenn schon kleine Abweichungen die verfügbare Lücke verändern.
Hinzu kommen Menge je Artikel, gewünschte Lieferfolge und Vorgaben des empfangenden Standorts. Ein Plan, der alle Kartons irgendwie unterbringt, kann trotzdem gegen notwendige Entnahmereihenfolgen verstoßen.
Raumnutzung und Ausführbarkeit unterscheiden
Eine rechnerische Position kann ausreichend Volumen bieten, aber keinen Zugang für Greifer oder Roboterarm lassen. Prüfen Sie deshalb jeden Schritt vom aufgenommenen Karton bis zur Ablage. Auch die Rückfahrt und der Zugang zum nächsten Karton gehören dazu.
Packsoftware und Robotersteuerung lösen unterschiedliche Teile des Problems. Beispielsweise beschreibt Esko Softwareprodukte für Pack- und Containerplanung. Aus einer solchen Produktfunktion folgt noch keine Schnittstelle zu einem bestimmten Roboter oder eine Freigabe der physischen Beladung.
Die Zuführung begrenzt die Reihenfolge
Bei Zuführung vom Förderband kommen Kartons in einer bestimmten Folge. Benötigt der Ladeplan einen anderen Artikel, muss dieser erreichbar oder gepuffert sein. Bei Zuführung von Paletten sind Entnahmereihenfolge, Wechsel und verfügbare Artikel zu berücksichtigen.
Definieren Sie den Umgang mit fehlenden, beschädigten oder falsch identifizierten Kartons. Der Prozess braucht eine Entscheidung: warten, umplanen, ausschleusen oder Hilfe anfordern. Ohne diese Regeln bleibt der ideale Ladeplan im Alltag unvollständig.
Ladequalität und Transportanforderungen prüfen
Ein hoher Füllgrad ist nur ein Kriterium. Kartonunterstützung, Druckbelastung und die Anforderungen an Sicherung und Transport müssen gesondert bewertet werden. Dieser Ratgeber ersetzt keine projektspezifische Prüfung der Ladungssicherung.
Halten Sie fest, wer den Plan freigibt, welche Annahmen gelten und wie Änderungen an Verpackung oder Menge behandelt werden. Ein geändertes Kartonmaß kann eine erneute Prüfung erforderlich machen.
Im Versuch die vollständige Beladung messen
Messen Sie Vorbereitung, Zuführung, Beladezeit, Unterbrechungen und verbleibende Handarbeit. Prüfen Sie unterschiedliche Artikelfolgen und die vorgesehenen Ausnahmefälle. Ein erfolgreicher Entladeversuch ist kein Nachweis für die umgekehrte Richtung.
KRONA U1 kann geeignete Kartons von Paletten oder Förderbändern für die Containerbeladung aufnehmen. Die passende Zuführung, erreichbare Ablagen und Leistung werden für Ihre Anwendung vereinbart. Beschreiben Sie für eine Anfrage den vollständigen Kartonmix, das Fahrzeug und das gewünschte Ergebnis.
- Containerbeladung
- Ladeplanung
- Fördertechnik
KRONA U1 entlädt Kartons aus Containern auf Paletten oder Förderbänder und belädt Container mit Kartons von Paletten oder Förderbändern. KRONA U1 kennenlernen →
Robotische Containerbeladung prüfen