Bei der Mischpalettierung werden unterschiedliche Artikel oder Kartonformate auf einer Palette zusammengestellt. Bei einer sortenreinen Palette wiederholt sich ein Artikel. Die Begriffe „Mixed Case Palletizing“ und „Mixed-SKU-Palettierung“ begegnen Ihnen ebenfalls in technischen Unterlagen. Für die Projektplanung ist entscheidend, welche Unterschiede die Kartons tatsächlich aufweisen.

Eine Mischpalette aus wenigen ähnlichen Formaten stellt andere Anforderungen als eine wechselnde Folge unterschiedlich großer, schwerer und druckempfindlicher Kartons. Die Artikelzahl allein beschreibt die Schwierigkeit nicht.

Sortenreine Muster lassen sich wiederholen

Bei gleichbleibenden Abmessungen kann ein abgestimmtes Lagenmuster wiederholt werden. Änderungen an Verpackung, Gewicht oder Palette müssen trotzdem geprüft werden. Hinzu kommen Palettenbereitstellung, Zwischenlagen, Kennzeichnung und Abtransport.

Für gemischte Ladung reicht ein einziges wiederkehrendes Muster häufig nicht aus. Die Planung muss entscheiden, welcher Karton wann wohin gelegt werden kann und welche späteren Kartons dadurch noch Platz finden.

Welche Daten braucht die Mischpalettierung?

Für jeden Kartontyp sind Abmessungen, Gewicht, zulässige Orientierung und belastbare Angaben zur Verpackung relevant. Außerdem braucht das System eine Identität: Welche Ware kommt an, zu welchem Auftrag gehört sie und auf welche Palette darf sie?

Fehlende oder falsche Daten können dazu führen, dass ein rechnerischer Platz in der Realität nicht passt. Vereinbaren Sie deshalb den Umgang mit unbekannten Artikeln, falschen Maßen und beschädigter Verpackung. Ein manueller Ausnahmeplatz kann Teil des Prozesses sein, muss aber in Kapazität und Arbeitsaufwand eingehen.

Reihenfolge und Puffer gehören zusammen

Wenn die Kartons in einer günstigen Reihenfolge eintreffen, kann die Palette schrittweise aufgebaut werden. Bei ungeordneter Ankunft muss das System entweder zwischen verfügbaren Kartons wählen, puffern oder die Planung laufend anpassen. Welche Variante passt, hängt vom Artikelmix und dem verfügbaren Platz ab.

Softwareanbieter wie AROTEC beschreiben Online-Planung für gemischte Palettierung. Solche Anbieteransätze zeigen mögliche Konzepte. Sie sind kein Beleg, dass jeder Prozess ohne Puffer auskommt oder dass KRONA dieselbe Software einsetzt.

Stabilität vor reinem Raumnutzungsgrad

Eine dicht gepackte Palette ist nicht automatisch transportfähig. Unterlage, Überstand, Gewichtsverteilung und Belastbarkeit der unteren Kartons müssen zum vorgesehenen Transport passen. Ein virtuelles Packbild ersetzt keine Prüfung mit realen Kartons und den tatsächlich eingesetzten Sicherungsmitteln.

Legen Sie außerdem fest, ob eine Empfangspalette nur vorübergehend Kartons sammelt oder ob eine versandfertige Ladeeinheit entstehen soll. Das sind unterschiedliche Abnahmeziele.

Den Pilotversuch am schwierigeren Alltag ausrichten

Testen Sie nicht nur eine günstige Artikelfolge. Nehmen Sie wechselnde Formate, unerwartete Kartons, Palettenwechsel und belegte Abholplätze in den Versuch auf. Messen Sie fertig akzeptierte Paletten und den gesamten Hilfeaufwand.

Für KRONA Palettieranwendungen werden Muster, Geometrie und dauerhafter Durchsatz an der konkreten Aufgabe geprüft. Eine erfolgreiche Kartonübergabe bei der Containerentladung ist der Ausgangspunkt für diese Prüfung, keine pauschale Freigabe beliebiger Mischpaletten.

Themen
  • Mischpalettierung
  • Palettieren
  • Kartonhandling

KRONA U1 entlädt Kartons aus Containern auf Paletten oder Förderbänder und belädt Container mit Kartons von Paletten oder Förderbändern. KRONA U1 kennenlernen →

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